Ich gebe es zu: Bisher habe ich eher über die Relevanz von neuen Medien – ihre Techniken, Strategien und Voraussetzungen – nachgedacht, als mich ihrer auch tatsächlich in vollem Umfang zu bedienen.  Das IKT-Seminar, das ich im Rahmen meiner Lehrerausbildung absolviere, zwingt mich nun freilich dazu, diese meine praktischen Versäumnisse  nachzuholen. Und so unsicher und unbedarft ich mich angesichts der verschiedenen „Lernjobs“ auch anstellen mag – zumindest in Ansätzen kann ich mir vorstellen, wie mein Deutsch-Unterricht durch das neu erworbene Wissen ein wenig besser könnte.  Eine der erst allmählich entstehenden Ideen möchte ich hier vorstellen (und sie gegebenenfalls später konkretisieren, erweitern bzw. verwerfen):

Ich könnte mir, z.B. von Goethes Briefroman Die Leiden des jungen Werthers ausgehend,  eine größere Einheit zum Thema „Geschicke der Literatur“ vorstellen, was sich direkt an Bernhard Siegerts  Habil relais. geschicke der literatur als epoche der post, Berlin 1993, anlehnt. (Hier klicken für eine: Zusammenfassung des Buches .) 

Konkrete Texte, Literatur- und Mediengeschichte könnten mit SchülerInnen unter dem Aspekt der medialen Adressierung bearbeitet werden, wobei gerade die verschiedenen Arten dieser Adressierungstechniken auch angewandt werden könnten:

  • Briefe 
  • Telegramme
  • – Telephonie/Funk/Radio/Hörspiel, -buch (mehr dazu später)
  • – e-mails
  • – Blogs /Microblogs (mehr dazu später, wobei gerade die Frage der Adressierung hier neu gefasst werden muss)

 Der Umgang mit Literatur, das Wissen um ihre medialen, technischen und historischen Voraussetzungen, das Recherchieren, Kommunizieren, das kreative Gestalten und die Reflexion über die Voraussetzungen desselben könnten im Unterricht nicht nur thematisiert, sondern eingeübt werden.

Wer schon jetzt per e-mail (oder sms) mit Werther mitleiden möchte, kann das übrigens hier 

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