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	<title>Bo4bo&#039;s Blog</title>
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	<description>Just another WordPress.com weblog</description>
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		<title>Nr. 15: der letzte Eintrag zum Schein. Oder: &#8230; das sind schon zwei.</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 04:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Schon Christoph aus unserem IKT-Kurs hat in seinem letzten Blogeintrag  eine Art Résumé gezogen und ist darauf eingegangen, was er gelernt und was ihm Spaß gemacht hat. Darüber hinaus ging er aber auch auf den Umstand der seltsamen Adressierung und der Leserschaft überhaupt ein. Er schrieb: Die Blogstatistik, abrufbar im Dashboard, zeigt dass meine Ergüsse nie mehr als 8 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=361&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Schon Christoph aus unserem IKT-Kurs hat in seinem letzten <a href="http://christophackermann.wordpress.com/2010/06/07/alles-hat-ein-ende/"><span style="color:#000000;"><span style="color:#999999;">Blogeintrag</span> </span></a><span style="color:#000000;"> eine Art Résumé gezogen und ist darauf eingegangen, was er gelernt und was ihm Spaß gemacht hat. Darüber hinaus ging er aber auch auf den Umstand der seltsamen Adressierung und der Leserschaft überhaupt ein. Er schrieb:</span></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Die Blogstatistik, abrufbar im Dashboard, zeigt dass meine Ergüsse nie mehr als 8 Mal pro Tag aufgerufen wurden. Tage- ja wochenweise hat sich niemand auf meine Seite verirrt. Durchschnittlich waren es 3 Aufrufe pro Tag, 18 am besten, zeigt die Statistik. Weiter gibt sie preis, dass bisher keine Besucher von Suchmaschinen kamen und keine Klicks auf meinen Blog aufgezeichnet wurden. Ernüchternd!</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Abgesehen davon, dass ich mich anlässlich der verschiedenen Blogeinträge mit Texten und Themen auseinandersetzte, die mich ziemlich interessierten, und ich darum immer viel länger lesend als schreibend am Schreibtisch saß, habe ich mich selbst öfters gefragt, wer meine eigenen ins Netz gestellten Texte denn lesen sollte. Und auch: warum denn. - Fragen, die ich mir in einem anderen Leben, das einem anderen Schreiben verpflichtet ist,  in dieser Art nicht stelle, auch wenn ich mir selbstredend Leserschaft wünsche und sehr konkret auf sie angewiesen bin.  </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">&#8222;Wenn ein Mensch etwas zu sagen hat&#8220;, schrieb <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ossip_Emiljewitsch_Mandelstam" target="_blank">Ossip Mandelstam </a>in seinem Essay<em> Über den Gesprächspartner, &#8222;</em>geht er gewöhnlich zu anderen Menschen und sucht Zuhörer. Der Dichter aber macht es umgekehrt (&#8230;).&#8220;  Und er fährt, mit Blick auf Puschkins &#8222;Streit mit dem Pöbel&#8220;, fort: </span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Die konkreten Menschen, die &#8222;Spießbürger der Poesie&#8220;, die den Pöbel darstellen, erlauben dem Dichter, ihnen &#8222;kräftig Lektionen zu erteilen&#8220; und sind überhaupt bereit, sich alles anzuhören, wenn nur auf dem Päckchen des Dichters die genaue Adresse steht: &#8222;An den und den Pöbel.&#8220; So fühlen sich Kinder und einfache Leute geschmeichelt, wenn sie auf einem Briefumschlag ihren Namen lesen. Es hat ganze Epochen gegeben, wo man dieser ganz und gar nicht harmlosen Forderung den Reiz und das Wesen der Poesie zum Opfer brachte. So etwa in der pseudo-staatsbürgerlichen Poesie und faden Lyrik der achtziger Jahre. An sich ist eine staatsbürgerliche Tendenz ganz gut:</span></p>
</blockquote>
<blockquote><address><span style="color:#000000;"><em><span style="color:#000000;">Und magst Du auch kein Dichter sein,</span></em></span></address>
</blockquote>
<blockquote><address><span style="color:#000000;"><em><span style="color:#000000;">Bürger zu sein, ist deine Pflicht &#8211; </span></em></span></address>
</blockquote>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">ein ausgezeichneter Vers (&#8230;). Doch setzt man an dessen Stelle einen durch und durch im voraus bekannten russischen Spießbürger irgendeines Jahrzehnts, wird einem die Sache sofort langweilig.&#8220; </span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Nun sind Blogger nicht per se Dichter und noch dazu Bürger einer besonderen (nämlich: Netz-) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzcommunity" target="_blank">Community</a>, die sich nicht durch Rechte und Pflichte, sondern allererst durch den gemeinsam Gebrauch konstituiert. Aber die Frage, ob beim Bloggen die Adressierung fehlt oder ob sie vielmehr absolut ist (&#8222;an den und den und an den und den und an den und den&#8220;), stellt sich ebenso wie diejenige, ob das Schreiben im Netz die &#8222;kollossale Distanz&#8220; zwischen dem Schreiber und dem &#8222;mehr oder minder fernen, unbekannten Adressaten&#8220;, allererst ermöglicht oder vielmehr phantasmatisch negiert.</span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#000000;"><img class="aligncenter" src="http://www.neue-havanna-zeitung.de/wp-content/2007/10/brief-an-dr-schreiber.jpg" alt="" width="432" height="342" /></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Gerade der Blogstatistik mit ihrer verführend-verzerrenden Spiegelfunktion ließe sich freilich mit Günter Eich eine andere Art des Zählens von Lesern gegenüberstellen: </span></p>
<address><span style="color:#000000;"><strong><span style="color:#000000;">Zuversicht  </span></strong></span></address>
<address><span style="color:#000000;"><strong></strong></span></address>
<address><span style="color:#000000;">In Saloniki</span></address>
<address><span style="color:#000000;">weiß ich einen, der mich liest,</span></address>
<address><span style="color:#000000;">und in Bad Nauheim,</span></address>
<address><span style="color:#000000;">das sind schon zwei.  </span></address>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Eich" target="_blank"> Günther Eich </a>(1966)</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bo4bo.wordpress.com/361/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bo4bo.wordpress.com/361/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bo4bo.wordpress.com/361/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bo4bo.wordpress.com/361/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bo4bo.wordpress.com/361/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bo4bo.wordpress.com/361/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bo4bo.wordpress.com/361/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bo4bo.wordpress.com/361/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bo4bo.wordpress.com/361/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bo4bo.wordpress.com/361/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bo4bo.wordpress.com/361/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bo4bo.wordpress.com/361/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bo4bo.wordpress.com/361/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bo4bo.wordpress.com/361/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=361&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>PowerPoint. Das Spiel mit Kraftpunkten im Unterricht</title>
		<link>http://bo4bo.wordpress.com/2010/06/08/powerpoint-das-spiel-mit-kraftpunkten-im-unterricht/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 08:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[IKT]]></category>
		<category><![CDATA[learning 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[PowerPoint]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentationsformen]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens mit der Lektüre des Sammelbandes PowerPoint. Macht und Einfluss eines Präsentationsprogramms (Coy und Pias 2009) wird einem klar, dass sich mit einer Geschichte der verschiedenen Präsentationsmedien  und -methoden auch diejenige der Didaktik schreiben ließe: Von der Lectio als Vorlesung des Geschriebenen über die um 1770 vom österreichischen Pädagogen Johann Ignaz Felbiger eingeführte Schultafel zum Einsatz des Episkops, der Diaprojektion [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=349&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Spätestens mit der Lektüre des Sammelbandes <em>PowerPoint. Macht und Einfluss eines Präsentationsprogramms </em>(Coy und Pias 2009) wird einem klar, dass sich mit einer Geschichte der verschiedenen Präsentationsmedien  und -methoden auch diejenige der Didaktik schreiben ließe:</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Von der Lectio als </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorlesung" target="_blank"><span style="color:#999999;">Vorlesung</span></a><span style="color:#000000;"> des Geschriebenen über die um 1770 vom österreichischen Pädagogen </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Ignaz_Felbiger" target="_blank"><span style="color:#000000;"><span style="color:#999999;">Johann Ignaz </span><span style="color:#999999;">Felbiger</span></span></a><span style="color:#000000;"> eingeführte Schultafel zum Einsatz des </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Episkop" target="_blank"><span style="color:#999999;">Episkop</span></a><span style="color:#000000;">s, der </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Projektor" target="_blank"><span style="color:#999999;">Diaprojektion</span></a><span style="color:#000000;"> und des </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tageslichtprojektor" target="_blank"><span style="color:#000000;"><span style="color:#999999;">Overhead- bzw. </span><span style="color:#999999;">Hellraumprojektor</span></span></a><span style="color:#000000;">s bis hin zur heutigen PowerPoint-Präsentation änderten sich dabei nicht nur in technischer Hinsicht die Lehrmethoden, sondern auch und gerade deren didaktischen Prämissen und Zielsetzungen.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Welche Schlüsse sich angesichts der auch im Schulunterricht immer tragenderen Rolle der PowerPoint-Präsentationen ziehen lassen, ist aber zumindest umstritten. Denn während beispielsweise Edward Tufte in seinem berühmt-berüchtigten Wired-Artikel <em><a href="http://www.wired.com/wired/archive/11.09/ppt2.html" target="_blank"><span style="color:#999999;">PowerPoint is Evil. Power Corrupts. PowerPoint Corrupts Absolutly</span></a></em> den schematisch-hierarchischen &#8222;cognitive style&#8220;<em> </em>von PowerPoint (und anderen vergleichbaren Programmen) anprangerte und in der Folge auch die deutschen Feuilletons (z.B. der Frankfurter Rundschau und der </span><a href="http://www.zeit.de/2007/31/Deutsch-Speak" target="_blank"><span style="color:#999999;">ZEIT</span></a><span style="color:#000000;">) davon ausgingen, dass mit PowerPoint der &#8222;geistig-kulturelle Untergang nicht nur Deutschlands, sondern des gesamten Abendlandes&#8220; implementiert werde (Joffe 2007), betonten </span><a href="http://www.freitag.de/2004/23/04231601.php." target="_blank"><span style="color:#999999;">Matthias Mertens und Claus Leggewie</span></a><span style="color:#000000;">, dass man zum einen nicht den Boten für eine schlechte Nachricht verantwortlich machen könne und zum anderen gerade diejenigen Kritiker, die davon ausgingen, dass PowerPoint ein verdummendes Werkzeug sei, im Modus eines Technikdeterminismus den Nutzer zu einer &#8222;einer(r) willenlose(n) Maschine&#8220; machen würden. Und Jörg Pflüger warf im oben genannten Sammelband<em> </em>gar die Frage auf, ob man angesichts der &#8222;Myriaden von täglich gehaltenen PowerPoint-Präsentation&#8220; nicht vielmehr von der &#8220;größte(n) und egalitärste(n) Wiederbelebung der antiken Redesituation&#8220; sprechen könne. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Welches Grauen man jedenfalls mit PowerPoint verbreiten kann, ließe sich mit SchülerInnen mit folgendem Sketch von Don McMillan thematisieren, dessen Titel <em>Life after Death by PowerPoint </em>treffender nicht hätte gewählt werden können:</span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#000000;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://bo4bo.wordpress.com/2010/06/08/powerpoint-das-spiel-mit-kraftpunkten-im-unterricht/"><img src="http://img.youtube.com/vi/lpvgfmEU2Ck/2.jpg" alt="" /></a></span></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Auch die Frage, welche Inhalte sich überhaupt mit Bullets darstellen lassen, welche Rolle der Darstellung beim Präsentieren zukommt und wie deren Nachbereitung aussehen könnte, sollten neben technischen Aspekten im Schulunterricht zur Sprache kommen. Und nicht zuletzt könnte auch ein Hinweis auf ein subversiv-kreatives Umgehen mit PowerPoint gegeben werden, dessen Erfinder die Berliner Zentrale Intelligenz Agentur ist: nämlich </span><a href="http://www.zentrale-intelligenz-agentur.de/powerpointkaraoke.html" target="_blank"><span style="color:#000000;"><span style="color:#999999;">PowerPoint-</span><span style="color:#999999;">Karaoke</span></span></a><span style="color:#000000;">, bei dem das Publikum zu ihm unbekannten PowerPoint-Präsentationen Stegreif-Vorträge zu halten hat.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Spätestens hier werden die inhaltlichen und formalen Grenzen dieser Präsentationsform sichtbar. Aber auch: Der Spaß am überschreitenden Spiel mit ihnen. Wie so eine Veranstaltung aussehen könnte, ist hier am Beispiel des Literatur-Cafés der PH Ludwigsburg ersichtlich:</span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://bo4bo.wordpress.com/2010/06/08/powerpoint-das-spiel-mit-kraftpunkten-im-unterricht/"><img src="http://img.youtube.com/vi/hEFZlv_96t0/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bo4bo.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bo4bo.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bo4bo.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bo4bo.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bo4bo.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bo4bo.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bo4bo.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bo4bo.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bo4bo.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bo4bo.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bo4bo.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bo4bo.wordpress.com/349/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bo4bo.wordpress.com/349/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bo4bo.wordpress.com/349/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=349&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Exorzismus und Beschwörung der Präsenz. Von erscheinenden Absenzen und anderen Gespenstern</title>
		<link>http://bo4bo.wordpress.com/2010/06/06/exorzismus-und-beschworung-der-prasenz-von-erscheinenden-absenzen-und-anderen-gespenstern/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 19:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[learning 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[webbasiertes lernen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man  Rolf Arnold, Direktor des Distance and International Study Center an der TU Kaiserslautern, und seinem FAZ-Artikel Das Ende der Präsenzuniversität  Glauben schenken mag, wird sich allererst mit dem sogenannten E-Learning die Humboldt&#8217;sche Formel für die Universität verwirklichen lassen: &#8222;Einsamkeit und Freiheit&#8220; funktionieren seiner Meinung nach jedenfalls online viel besser als im Präsenzunterricht. Abgesehen davon, dass zumindest ich das mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=305&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Wenn man  Rolf Arnold, Direktor des Distance and International Study Center an der TU Kaiserslautern, und seinem FAZ-Artikel </span><a href="http://jobsuche-hochschulanzeiger.fazjob.net/ratgeber_und_services/archiv/?em_cnt=126313&amp;em_cnt_page=1" target="_blank"><span style="color:#000000;"><em><span style="color:#999999;">Das Ende der Präsenzuniversität</span> </em></span></a><span style="color:#000000;"><em> </em>Glauben schenken mag, wird sich allererst mit dem sogenannten </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/E-Learning" target="_blank"><span style="color:#000000;">E-Learning</span></a><span style="color:#000000;"> die Humboldt&#8217;sche Formel für die Universität verwirklichen lassen: &#8222;Einsamkeit und Freiheit&#8220; funktionieren seiner Meinung nach jedenfalls online viel besser als im Präsenzunterricht. </span><span style="color:#000000;">Abgesehen davon, dass zumindest ich das mit der Einsamkeit auch schon in überquellenden Hörsälen hingekriegt habe und allein mit der Bewegungsfreiheit so meine Probleme hatte, lohnt sich aber die Lektüre seines Artikels schon der kunstvollen Struktur seiner Argumentation wegen. </span> </p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Denn diese läuft über ein verdoppelndes Überkreuzführen der (nicht gerade traditionslosen) Oppositionspaare von Prä- und Absenz auf der einen Seite und Physis und Psyche auf der anderen Seite: Der universitären Lehre, die seit Bologna noch rigider als zuvor auf der <em>physischen</em> Präsenz der Studenten besteht, bescheinigt Arnold eine <em>psychisch-kognitive</em> Absenz als Ergebnis: nämlich das Vergessen bzw. Gar-nicht-erst-Aufnehmen der vorgetragenen Wissensinhalte. Dem gegenüber bringt er das computer- und webgestützte Selbststudium in Position. Denn wo der Präsenzunterricht nur die Anwesenheit der Physis sicherstellen kann, soll das E-learning &#8211; und zwar gerade bei körperlicher Abwesendheit &#8211; die psychisch-kognitive Präsenz des Selbst-Gelernten zur Erscheinung bringen.  </span> </p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 161px"><span style="color:#000000;"><img class="       " src="http://www.pcdeals.org.uk/images/students.jpg" alt="" width="151" height="110" /></span><p class="wp-caption-text">Während andere im Hörsaal unter der eigenen Präsenz und derjenigen des Dozenten leiden, warum nicht im Grünen online sein</p></div>
<p style="text-align:justify;">
<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignright">
<dt class="wp-caption-dt"><span style="color:#000000;"><img class="             " src="http://reslife.binghamton.edu/jobs/images/student_on_bed_w_laptop.jpg" alt="" width="180" height="117" /></span></dt>
<dd class="wp-caption-dd">&#8230; oder vielleicht gleich ganz im Bett bleiben, um sich präsentes Lernen und Wissen einfach am Bildschirm zu erträumen.</dd>
</dl>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Relevant ist Arnolds Artikel für diesen IKT-Lern-Blog in zweierlei Hinsicht: Zum einen, da sich die schulische Sekundarstufe II auch und gerade als Zulieferinstitution der Universitäten versteht und man nach der einschlägigen EU-Reiseroute die Ruinen von Pisa möglichst schnell hinter sich zu lassen hat, um direkt das neu errichtete Bologna anzusteuern. Zum anderen aber deshalb, weil auch die schuldidaktischen Beschwörungen des E-Learning gern damit anheben, dass sie den herkömmlichen Lernszenarien die Absenzdiagnose eines Wissensgewinns ausstellen. So hebt auch nicht nur der Hochschuldidaktiker Arnold die Fahne des <em>Selbst</em>lernens hoch, gegen das freilich schon insofern nichts einzuwenden ist, als dass das <em>Fremd</em>lernen höchstens in Abschreibesituationen kurfristige Erfolge zeitigen mag. Ansonsten gehört es als Begriff aber einfach ins überquellende &#8216;Selbst&#8217;-Vokabular eines neuen gouvermentalen Unternehmertums des Selbst (S. Bröckling 2007 und meinen früheren </span><a href="http://bo4bo.wordpress.com/2010/04/25/kein-oder-mein-e-portfolio/" target="_blank"><span style="color:#999999;">Blogeintrag zum Portfolio</span></a><span style="color:#000000;">).</span>   </p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Doch ob es sich nun um das Präsenz- oder E-Lernen handelt - beiden ist etwas Gemeinsames zueigen: der versuchte Exorzismus der psychischen Absenz (denn auch der althergebrachte Anwesenheitsunterricht versucht ja, in einer Art physischen Parallelaktion eben diese zu bannen). Das Abschweifen von Blick und Gedanken und der Abzug emotionaler und intellektueller Aufmerksamkeit  sind seit jeher die Schreckgespenster jedweder Didaktik. Und gehören gleichwohl zum schulischen Alltag, so kränkend und frustrierend dies für Lehrpersonen auch sein mag. </span><span style="color:#000000;"> </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Vor diesem Hintergrund hat E-Learning tatsächlich nicht nur den Vorteil, Studenten von der störenden Präsenz der Lehrenden zu befreien, sondern erspart letzteren auch den Anblick dieses heimlich-unheimlichen Spuks: des leibhaftigen Erscheinens der Abwesenheit. Ob ein Unterricht genügend gut sein kann, zeigt sich aber womöglich weniger in ihrem (Nicht-)Erscheinen, als vielmehr im Umgang mit ihr. Denn egal, ob in einem vollbesetzten Hörsaal oder einem Klassenzimmer - gerade der Umstand, ihr Zeuge zu werden, konfrontiert einen mit der Humboldt&#8217;schen Einsamkeit und Freiheit: freilich vor allem mit der <em>eigenen</em> Einsamkeit und der Freiheit des <em>Gegenübers</em>. </span></p>
</div>
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		<title>Social-No.2-Web</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 16:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[IKT]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[webbasiertes lernen]]></category>
		<category><![CDATA[social web]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei aller Betonung der &#8222;Selbstorganisiertheit des Lernens&#8220; kommt dem Sozialen in unserer Lehrer-Ausbildung eine große, emphatisch beschworene Rolle zu, ob nun das kooperative Lernen, die kollektive Intelligenz, die unterrichtliche Partizipationskultur oder die Sozialkompetenzen an sich fokussiert werden. Auch wir  StudentenInnen selbst werden umfassend gewertschätzt, nicht-hierarchisch geduzt und wertschätzen und duzen in unserer von Vertrauen geprägten Lernatmosphäre offen und unbefangen zurück. Gerade im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=276&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;"><img class="alignleft" src="http://www.gruene.de/uploads/pics/s-sozial-320_01.jpg" alt="" width="256" height="192" />Bei aller Betonung der &#8222;Selbstorganisiertheit des Lernens&#8220; kommt dem Sozialen in unserer Lehrer-Ausbildung eine große, emphatisch beschworene Rolle zu, ob nun das </span><a href="http://www.learn-line.nrw.de/angebote/greenline/lernen/grund/koop_lernen.html" target="_blank"><span style="color:#999999;">kooperative Lernen</span></a><span style="color:#333300;">, die </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz" target="_blank"><span style="color:#999999;">kollektive Intelligenz</span></a><span style="color:#333300;">, die unterrichtliche </span><a href="http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/ansatz2/2_5.htm" target="_blank"><span style="color:#999999;">Partizipationskultur</span></a><span style="color:#333300;"> oder die </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Kompetenz#P.C3.A4dagogik" target="_blank"><span style="color:#999999;">Sozialkompetenzen</span></a><span style="color:#333300;"> an sich fokussiert werden. Auch wir  StudentenInnen selbst werden umfassend gewertschätzt, nicht-hierarchisch geduzt und wertschätzen und duzen in unserer von Vertrauen geprägten Lernatmosphäre offen und unbefangen zurück.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;">Gerade im IKT-Modul konfligieren die didaktisch-methodischen  und technisch-kulturpraktischen Konzepte dieses &#8216;Sozialen&#8217;, geht es in unseren diversen Modulen und Leistungsnachweisen doch immer wieder darum, das didaktisch zu hebende Potential des<span style="color:#999999;"> </span></span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0" target="_blank"><span style="color:#999999;">Web 2.0</span></a><span style="color:#333300;"> gerade in seiner sozialen Dimension zu erfassen. Wie  </span><a href="http://www.henningschuerig.de/blog/2010/03/31/social-media-statt-web-20/" target="_blank"><span style="color:#999999;">Hennig Schürig in seinem Blog </span></a><span style="color:#333300;"><span style="color:#999999;"> </span>verdeutlichte, wird es ohnehin zunehmend von demjenigen des Social Web bzw. der<span style="color:#999999;"> </span></span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media" target="_blank"><span style="color:#999999;">Social Media</span></a><span style="color:#333300;"><span style="color:#999999;"> </span>ersetzt.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;">Im Rahmen unseres Seminars bloggen wir ja nicht einfach zum Selbstzweck. Genauso wenig erstellen wir aus bloßer Laune heraus Wikis oder praktizieren Social-Tagging. Vielmehr gehen wir davon aus, dass sich der multimediale Shift vom Konsumenten zum Prosumenten (Toffler 1980)  auch und gerade auf der &#8216;Sozial-Koordinate&#8217; unseres selbstredend schülerzentrierten/konstruktivistischen/handlungs-/kompetenzen-/produktionsorientierten und freilich durch und durch beziehungsdidaktischen Unterrichts abbilden wird. Und in der Folge positive Lerneffekte zeitigt.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;">Ein wenig peinlich war es deshalb schon, als kürzlich herauskam, dass ich alle meine 30 Pflicht-&#8220;Social&#8220;-Tags auf meinem PLE reflexartig für andere gesperrt hatte. Dummerweise erklärte ich auf Nachfrage auch noch, ich sei eben nicht so sozial. Der Kommentar, der daraufhin folgte, dass nämlich dann der Lehrerberuf womöglich nicht ganz der richtige für mich sei, war zumindest erwartbar.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;">Ich möchte hier gar nicht erwähnen, in was für tiefe Sinnkrisen mich dieser (wie auch immer berechtigte) Kommentar stürzte. Stattdessen möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, in welchem Sinn das sogenannte Social Web eigentlich überhaupt sozial ist. (Auch dieser zu unserer PH-Sozietät gehörende <a href="http://iktmember.wordpress.com/2010/04/19/wie-sozial-ist-das-internet/">IKTMEMBERSBLOG</a> hat sich schon diese Frage gestellt.) </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;">Die Medienwissenschaftlerin Isabell Otto, auf deren Dissertation ich in diesem Blog schon </span><a href="http://bo4bo.wordpress.com/2010/05/08/computerspiele-und-e-learning-2/" target="_blank"><span style="color:#999999;">eingegangen</span></a><span style="color:#333300;"> bin, wies jedenfalls vor wenigen Tagen auf einer Berliner Tagung darauf hin, dass die emphatisch-utopische Vorstellung vom Social Web &#8211; ablesbar etwa in Behauptungen wie derjenigen vom Wikipedia-Gründer Wales, dass es um Menschen und nicht um Technik gehe &#8211; in mehrfacher Hinsicht zu kurz greife. (S. dazu auch: Dieselbe, Das Soziale des Social Web. Erkundungen in Wikipedia, in: Sprache und Literatur (SuL) 40/2 (2009). Themenheft: Akteur-Netzwerk-Theorie, herausgegeben von E. Linz, S. 44 -56).</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;">Was Otto auf der Tagung mit Blick auf tierische Akteure im Netz aufzeigte, gilt auf der Grundlage von </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Latour" target="_blank"><span style="color:#333300;">Bruno Latour</span></a><span style="color:#333300;">s Akteur-Netzwerk-Theorie für das Social Web allgemein: Dass nämlich erstens die in ihm vernetzten Kollektive keineswegs nur menschlicher (oder tierischer) Art sind, sondern auch Kamera, Hard- und Software dazugehören. Und dass zweitens diese Kollektive allererst durch die mediale Vernetzungs entstehen.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;">Das Soziale des Social Web ist nach Otto darum gerade nicht das, was Latour als das Soziale Nr. 1 bezeichnete und das gemeinhin als Gegenstandsbereich der Soziologie fungiert, wenn von der Gesellschaft, den sozialen Dimensionen oder Praktiken die Rede ist &#8211; und damit davon, wovon wir auch an der PH im Gestus emphatischer Selbstverpflichtung gern sprechen.  Laut Otto ist das Social Web vielmehr dem &#8217;Sozialen Nr. 2&#8242; angehörig, wozu Latour ausführte:</span></p>
<blockquote><p><span style="color:#333300;">In this meaning (&#8230;) social does not designate a thing among other things like a black sheep among other white sheep, but a type of connection between things that are not themselves social. </span><span style="color:#333300;">(Latour 2007, 5)</span></p></blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;"><img class="alignright" title="happy sheep" src="http://www.kevelaer.de/C1257463003B67E0/files/schwarze_schafe3.jpg/$file/schwarze_schafe3.jpg" alt="" width="239" height="318" /></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#333300;">In diesem Sinn wäre sogar ein schwarzes IKT-Schaf  Teil eines &#8222;Social-No. 2-Web&#8220;, egal, wie sozial es selbst im Grunde auch wäre. -</span><span style="color:#333300;"> Was soll ich dazu noch sagen? </span><span style="color:#333300;">Ich habe mich jedenfalls umgehend besser gefühlt .</span></p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bo4bo.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bo4bo.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bo4bo.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bo4bo.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bo4bo.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bo4bo.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bo4bo.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bo4bo.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bo4bo.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bo4bo.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bo4bo.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bo4bo.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bo4bo.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bo4bo.wordpress.com/276/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=276&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zettelkästen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 05:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[(computer und webgestützte) zettelkästen]]></category>
		<category><![CDATA[IKT]]></category>
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		<description><![CDATA[ Meinen Traum von einer nahezu verlustfreien, stets zugänglichen und vor allem eigenlogisch wuchernden Wissensverwaltung des Gelesenen habe ich schon frühzeitig ausgelagert. Dem Mann, mit dem ich nun schon seit Jahren lieber lese als ohne ihn, habe ich noch in unserer Studentenzeit zum erstbesten Anlass einen hölzernen Zettelkasten und einen großen Packen Blankokarten geschenkt. Denn kurz zuvor hatten wir das erste Mal von der Möglichkeit einer Kommunkation [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=250&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"> <span style="color:#000000;">Meinen Traum von einer nahezu verlustfreien, stets zugänglichen und vor allem eigenlogisch wuchernden Wissensverwaltung des Gelesenen habe ich schon frühzeitig ausgelagert. <img class="alignright" src="http://www.mypaper.de/isroot/Produktbilder/Medium/716761A1.gif" alt="" width="260" height="260" />Dem Mann, mit dem ich nun schon seit Jahren lieber lese als ohne ihn, habe ich noch in unserer Studentenzeit zum erstbesten Anlass einen hölzernen Zettelkasten und einen großen Packen Blankokarten geschenkt. Denn kurz zuvor hatten wir das erste Mal von der Möglichkeit einer <em>Kommunkation mit Zettelkästen </em>(Luhmann 1993) erfahren, und auch wenn Luhmanns </span><a href="http://www.luhmann-online.de/" target="_blank"><span style="color:#999999;">Systemtheorie</span></a><span style="color:#000000;"> nie mein Steckenpferd wurde, fand ich dessen Verfahren, mit der universellen Papier-Maschine der Kartei Erlesenes nicht nur zu archivieren, sondern vielmehr zu vernetzen, richtig aufregend. Nur leider, mit Blick auf meine eigene Struktur, auch genauso unwahrscheinlich. Dem Mann meiner Wahl traute ich da mehr Ordnungswillen zu. &#8211; Der auch sofort die alphabetischen Registerkarten entsorgte und zum numerischen System à la Luhmann überging, das dieser hier selbst kurz erläutert: </span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#000000;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://bo4bo.wordpress.com/2010/05/20/zettelkasten/"><img src="http://img.youtube.com/vi/7gxXkbEag6k/2.jpg" alt="" /></a></span></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Ob Luhmann, wie der Psychologe Johannes Moskaliuk (der über kollaboratives E-Lernen und v.a. Wikis forscht), </span><a href="http://blog.moskaliuk.com/kommunikation-mit-zettelkaesten-oder-das-offline-wiki/" target="_blank"><span style="color:#999999;">meint</span></a><span style="color:#000000;">, heute tatsächlich sein &#8222;nicht hierarchisches Navigationssystem&#8220; des Zettelkastens gegen die Möglichkeiten eines Wikis eintauschen würde, wage ich zwar zu bezweifeln. Dennoch liegt natürlich die Parallele von der Alleskönner-Maschine der Kartei und dem Computer einerseits und von der Papier- und Wolkenvernetzung andererseits auf der Hand.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Der Kulturwissenschaftler Markus Krajewski jedenfalls schrieb mit seiner 2002 publizierten (Magister-) Arbeit <em>Zettelwirtschaft. Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek</em> auch und gerade eine höchst informative und kurzweilige Vorgeschichte elektronischer Datenverwaltung im Zeichen der &#8216;Alleskönner-Maschinen&#8217;. Und bietet mit seinem ständig neu- und weiterentwickelten Sharewareprogramm </span><a href="http://www.verzetteln.de/synapsen/konzept.html" target="_blank"><span style="color:#000000;"><em><strong> <span style="color:#999999;">synapsen</span></strong></em> </span></a><span style="color:#000000;">seit 1999 selbst eine Möglichkeit an, elektronische Literaturverwaltung im Geiste Luhmanns zu betreiben. Die 24-seitige </span><a href="http://www.verzetteln.de/LiteraturVerwaltung.pdf" target="_blank"><span style="color:#999999;">Gebrauchsanleitung</span></a><span style="color:#000000;">, die Krajewski seinen Studenten für das Lesen, Exzerpieren und Verwalten von Literatur zur Verfügung stellt, läßt sich aber in ihren Grundzügen auch für das Lesen in der Schule nutzbar machen: Ob man nun mit den SchülerInnen den Umgang mit Bibliotheken, Literaturdatenbanken, Zitation etc.  thematisieren will oder von literarischen Texten (z.B. von Borges <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Bibliothek_von_Babel" target="_blank"><span style="color:#999999;">Bibliothek zu Babel</span></a>) </em>ausgehend das Lesen an sich besprechen möchte, lassen sich gleichermaßen Technik  und Technikgeschichte des Lesens und der Literaturverwaltung damit behandeln. Und praktisch, offline und online,  erproben.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Vergessen kann man das Vergessen freilich dennoch nicht.  Aber immer wieder neue Zusammenhänge (er-)finden.</span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#000000;"><img class="aligncenter" src="http://www.neptunwelten.de/wp-content/uploads/2007/12/zettelkasten.jpg" alt="" width="328" height="216" />    </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bo4bo.wordpress.com/250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bo4bo.wordpress.com/250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bo4bo.wordpress.com/250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bo4bo.wordpress.com/250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bo4bo.wordpress.com/250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bo4bo.wordpress.com/250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bo4bo.wordpress.com/250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bo4bo.wordpress.com/250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bo4bo.wordpress.com/250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bo4bo.wordpress.com/250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bo4bo.wordpress.com/250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bo4bo.wordpress.com/250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bo4bo.wordpress.com/250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bo4bo.wordpress.com/250/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=250&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Computerspiele und E-Learning 2)</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 13:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem es in meinem letzten Blog um den Konnex von  &#8220;E-Learning&#8220; und Computerspielen im allgemeinen gegangen ist, soll es nun, wie bereits angekündigt, um den Diskurs der &#8222;Mediengewalt&#8220; gehen: Gemeint ist eine seit Jahrzehnten geführte Debatte, die ein mediales Lernen quasi von der anderen, nämlich abzuwehrenden Seite her postuliert, wenn es ihr inhaltlich doch gerade darum geht, ob von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=228&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Nachdem es in meinem </span><a href="http://bo4bo.wordpress.com/2010/05/03/computerspiele-und-e-learning-1/" target="_blank"><span style="color:#000000;"><span style="color:#999999;">letzten Blog</span> </span></a><span style="color:#000000;">um den Konnex von  &#8220;E-Learning&#8220; und Computerspielen im allgemeinen gegangen ist, soll es nun, wie bereits angekündigt, um den Diskurs der &#8222;Mediengewalt&#8220; <img class="alignright" title="Counterstrike" src="http://www.polyoinos.de/philstuff/computerspiele_files/page23_5.jpg" alt="" width="242" height="182" />gehen: Gemeint ist eine seit Jahrzehnten geführte Debatte, die ein mediales Lernen quasi von der anderen, nämlich abzuwehrenden Seite her postuliert, wenn es ihr inhaltlich doch gerade darum geht, ob von medialen Gewaltdarstellungen (in Filmen, aber auch in sogenannten </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ego-Shooter" target="_blank"><span style="color:#999999;">Ego-Shooter</span></a><span style="color:#000000;">-Computerspielen) eine gefährliche (Lern-)Wirkung ausgehen könnte. Bekanntlich reichen die eingenommenen Positionen dabei von einer </span><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/566948/" target="_blank"><span style="color:#999999;">Verbots-Forderung</span></a><span style="color:#000000;"> für diese &#8220;Killerspiele&#8220; (Beckstein) bis zu der Annahme, dass sie eine entlastende und gewalthemmende Wirkung hätten (</span><a href="http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/A-Katharsis.shtml" target="_blank"><span style="color:#999999;">Katharsis-Hypothese</span></a><span style="color:#000000;">).</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Doch zu welchem Ergebnis die verschiedenen, mit großem Aufwand betriebenen Studien auch kommen &#8211; ein statistischer Beleg eines Kausalzusammenhangs zwischen medial-virtueller und real-vollzogener Gewalt steht bis heute aus. Von dieser Beobachtung ausgehend legte Isabell Otto 2008 mit ihrem Buch <em>Aggressive Medien. Zur Geschichte des Wissens über Mediengewalt</em> (s. Nicolas Pethes&#8217; </span><a href="http://www.h-net.org/reviews/showpdf.php?id=23346" target="_blank"><span style="color:#999999;">Rezension</span></a><span style="color:#000000;"> dazu) eine beeindruckende Disursgeschichte der &#8222;Mediengewalt&#8220; vor, die sie zum einen als &#8220;Kurzschlussformel&#8220; versteht:</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">&#8222;Unter der Bezeichnung  &gt;aggressive Medien&lt; wird ein &#8211; neben dargestellter und sozialer Gewalt &#8211; dritter Gewaltaspekt angesprochen, der den Medien unabhängig von ihrer Darstellungsebene diskursiv zugeschrieben wird.&#8220; (Otto 2008, S. 27).</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Zum anderen begreift Isabell Otto aber den Diskurs der &#8222;Mediengewalt&#8220; als eine spezifische Regulierungspraxis:</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">&#8222;Wenn Mediengewalt reguliert wird, wird sie gleichzeitig formiert, und sie wird ihrerseits zu einem Verfahren, das Medien und Mediennutzer auf eine spezifische Weise sichtbar macht und damit zuallererst<em> herstellt.&#8220;</em> (ebenda, S. 28). </span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Mit Blick auf die Einbettung dieses IKT-Lernblogs in meine Ausbildung zur Lehrerin fand ich gerade die von Otto aufgemachte Geschichte eines genuin &#8216;pädagogischen&#8217; Konzepts von Lernen auf der einen Seite und &#8222;Mediengewalt&#8220; auf der anderen Seite höchst interessant. Otto zeigt auf, wie das  in den 20er Jahren sich formierende behavioristischen Konzept einer Konditionierung als &#8216;Erziehung&#8217; sich in den 40er Jahren entscheidend modifizierte, indem die Kategorie der &#8222;Imitatio&#8220; eingeführt wurde:</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">&#8222;Lernen wird nicht mehr als sukzessive Annäherung an ein bestimmtes Verhalten definiert, das durch Konditionierung vollzogen wird, stattdessen rückt die Beobachtungsleistung des Lernenden in den Blick der Theorie. (&#8230;) Der für den Mediengewalt-Diskurs entscheidende Aspekt dieser Fokusverschiebung ist: Die Versuchsperson selbst wird zum Beobachter und der Experimentator ist nicht nur eine aperspektivische Kontrollinstanz, sondern ein Beobachter von Beobachtern.&#8220; (Ebenda, S. 146f.)</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Spätestens seit den 50er Jahren stellte aber nach Otto der Film in diesem Konzept nicht nur ein &#8222;epistemisches Ding&#8220; (Rheinberger) dar, sondern gehörte auch in den Bereich der &#8222;Experimentalanordnung&#8220;. Das zeigt Otto eingehend an </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Bandura" target="_blank"><span style="color:#999999;">Albert Bandura</span></a><span style="color:#000000;">s berühmtem Bobo(nicht Bo4Bo, wohlgemerkt)-Puppenexperiment vor, das gerade mit Filmsequenzen arbeitete. Hier eine fünfminütige, von Bandura selbst gegebene Beschreibung dieser Experimentalanordnung: </span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="color:#000000;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://bo4bo.wordpress.com/2010/05/08/computerspiele-und-e-learning-2/"><img src="http://img.youtube.com/vi/vdh7MngntnI/2.jpg" alt="" /></a></span></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Otto jedenfalls wirft angesichts von Banduras Experimenten die Frage auf, wie sich die eigentümliche Weise verstehen lasse, in der audiovisuelle Medien zwischen technischen und epistemischen Dingen changieren, und stellt fest:</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">&#8222;Zum einen fällt auf, dass sich in der Experimental-anordnung die Gewalt findet, die aufgespürt werden soll: Sie wird sogar als Spektakel inszeniert und auf diese Weise veranschaulicht. Besonders deutlich wird das in der Tatsache, dass die erwachsenen Modelle nicht irgendwelche Aggressionshandlungen vorführen, sondern solche, die von kleinen Kindern erwartet werden. Die Kinder imitieren im Experimemt also nicht das Verhalten der Erwachsenen, sondern eine Imitation ihres eigenen Verhaltens. Zweitens und sehr viel entscheidender: Der Konzeption des Beobachtungslernens ist in ihren grundlegenden Thesen schon ein mediales Setting eingeschrieben, das den beobachtenden Probanden als Zuschauer entwirft.&#8220; (Otto 2008, S. 156)</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">In diesem Fall war dieses mediale Setting das des Fernsehers. Doch auch für Computerspiele und ihren Status in (gerade im Feld der Pädagogik geführten) Debatten um &#8222;Mediengewalt&#8220; bleibt Ottos These erst recht von Bedeutung: Dass nämlich der Diskurs der &#8220;Mediengewalt&#8220; weniger der Empirie als der (moralischen) Rhetorik verpflichtet ist und auf Regulationstechniken zielt, die keineswegs ausschließlich staatlicher und &#8216;restriktiver&#8217; Natur zu sein haben: </span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">&#8222;Moralische Regulation vergegenwärtigt Mediengewalt als Vermutung immer wieder &#8211; alles andere überlässt sie der &gt;freiwillen Selbstkontrolle&lt; des autonomen, moralisierten Subjekts.&#8220; (ebenda, S. 312).   </span><span style="color:#000000;">  </span></p>
</blockquote>
<p><span style="color:#000000;">Wenn von &#8222;Mediengewalt&#8220; die Rede ist, geht es somit nicht allein um das &#8216;Schießen eines Ichs&#8217; (Ego-Shooter), sondern gerade um das Zielen auf ein zu regulierendes Selbst. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Zumindest was das berühmte Bobo-Puppenexperiment von Bandura betrifft, ist allerdings noch etwas über das Spezifische des Objekts hinzuzufügen: Denn hier war das Objekt der Gewalt ein überdimensioniertes Stehauf-Männchen, ein zwar lebloses, in seiner besonderen Statik aber gerade für das <em>Überleben</em> von Aggressionen (wieder auf-)stehendes Objekt.   </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bo4bo.wordpress.com/228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bo4bo.wordpress.com/228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bo4bo.wordpress.com/228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bo4bo.wordpress.com/228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bo4bo.wordpress.com/228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bo4bo.wordpress.com/228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bo4bo.wordpress.com/228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bo4bo.wordpress.com/228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bo4bo.wordpress.com/228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bo4bo.wordpress.com/228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bo4bo.wordpress.com/228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bo4bo.wordpress.com/228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bo4bo.wordpress.com/228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bo4bo.wordpress.com/228/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=228&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Computerspiele und E-Learning 1)</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 12:23:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Vater, ein begeisterter Hobby-Computerspieler und Freizeit- programmierer, hatte sie in den 80er Jahren alle:  Die verschiedenen Commodore 64-Versionen, Atari-Spielkonsolen, Sinclair-Bausätze und Geräte, deren Namen ich bis heute nicht weiß.  Dass mich vor allem meine männlichen Klassenkammeraden abgrundtief um das schier grenzlos erscheinende Computer-Spielen-Können beneideten, verstand ich als Kind allerdings nie so recht. Mir schien das eher auf einem großen Missverständnis [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=171&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Mein Vater, ein begeisterter Hobby-Computerspieler und Freizeit- programmierer, hatte sie in den 80er Jahren alle:  Die verschiedenen Commodore 64-Versionen, Atari-Spielkonsolen, </span><span style="color:#808080;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sinclair_ZX81" target="_blank">Sinclair-Bausätze</a></span><span style="color:#000000;"><span style="color:#999999;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sinclair_ZX81" target="_blank"><span style="color:#808080;"> </span></a></span>und Geräte, deren Namen ich bis heute nicht weiß. <img class="alignright" title="Commodore 64, Bildzitat von: www.smithore.com" src="http://www.smithore.com/_imgs/machines/c64-mule.jpg" alt="" width="270" height="144" /> Dass mich vor allem meine männlichen Klassenkammeraden abgrundtief um das schier grenzlos erscheinende Computer-Spielen-Können beneideten, verstand ich als Kind allerdings nie so recht. </span><span style="color:#000000;">Mir schien das eher auf einem großen Missverständnis zu beruhen. </span><span style="color:#000000;">Denn sonderlich große Spielfreude stellte sich nie bei mir ein, wenn mich mein Vater mit der Stoppuhr in der Hand an die Tastatur heranwinkte, um nicht nur die Prozessgeschwindigkeit des Rechners, sondern immer wieder auch meine zu messen. Die von meinen Klassenkammeraden so begehrten Baller-Computerspiele, die mich mein Vater in souveräner Missachtung jedweder Altersbeschränkung eher spielen <em>hieß</em> als ließ, fand ich damals jedenfalls genauso schrecklich wie das später von meinem Vater programmierte Latein-Vokabel-Lern-Programm. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Denn um ein E-Learning-(Pflicht-)Programm handelte es sich ja so oder so, egal, ob ich die u-Deklination nicht beherrschte, oder mal wieder nicht die Welt vor feindlichen Invasoren aus dem All gerettet hatte.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Den meisten Schülerinnen und Schülern &#8211; und wohlgemerkt auch den meisten Pädagogen &#8211; mag das  heute durchaus anders erscheinen: Computerspiele gelten meist als das, was die Jugendlichen außerhalb der Schule (und zum Leidwesen vieler Lehrer und Eltern: auch außerhalb eines pädagogisierten Lernzuwachses) mit dem Computer anstellen. Darüber, ob dieses Spielen (vermeintlich) jenseits eines erzieherischen Zugriffs potentiell </span><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,343696,00.html" target="_blank"><span style="color:#808080;">gewaltfördernd</span></a><span style="color:#000000;"> ist oder </span><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Medienexperte-Computerspiele-als-Chance-begreifen-120806.html" target="_blank"><span style="color:#808080;">nicht</span></a><span style="color:#000000;">, scheiden sich seit Jahren die Geister (s. meinen nächsten Blog-Eintrag). Und selbst diejenigen, die darauf drängen, Computerspiele verstärkt in der Schule einzusetzen, gehen davon aus, dass erst eine didaktische Auswahl bzw. Vor- und Bearbeitung getroffen werden muss, </span><a href="http://www.marcus-luepke.de/downloads/medienerziehung/computerspiele.pdf" target="_blank"><span style="color:#808080;">um in der Schule Computerspiele sinnvoll einzusetzen</span></a><span style="color:#000000;">. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Einen gänzlich anderen Blick auf das Lernpotential von Computerspielen warf allerdings der Medienwissenschaftler Claus Pias in seiner 2002 publizierten Dissertation </span><a href="http://e-pub.uni-weimar.de/volltexte/2004/37/" target="_blank"><em><span style="color:#808080;">Computer Spiel Welten</span></em></a><span style="color:#000000;"><em>. </em>Wie er hier (und in einem dreiseitigen Artikel <em><a href="http://www.uni-due.de/~bj0063/texte/k+u.pdf" target="_blank"><span style="color:#808080;">Computerspiele</span></a></em>) darlegt, unterscheidet er die verschiedenen Lernqualitäten der Spiele anhand einer Unterteilung in</span></p>
<ul>
<li>
<div style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;"><strong>zeitkritische Actionspiele</strong>: &#8222;Sie fordern schnelle Eingabe und pünktliche Reaktion des Spielers (&#8230;) und konstituieren ein Subjekt der <em>Handlung</em> in der <em>Zeitdimension</em>.&#8220;</span></div>
</li>
<li>
<div style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;"><strong>entscheidungskritische Adventurespiele</strong>: &#8222;Sie fordern <em>richtige </em>Entscheidung des Spielers in einer logischen und zugleich erzählerischen Strukur (&#8230;) und konstituieren ein Subjekt der <em>Suche</em> in der <em>Sachdimension</em>.&#8220; und</span></div>
</li>
<li>
<div style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;"><strong>konfigurationskritische Strategiespiele</strong>: &#8222;Sie fordern die <em>umsichtige </em>Regulation mehrerer, von einander abhängiger Werte (&#8230;) und konstituieren ein Subjekt des <em>Wunsches </em>in der <em>Sozialdimension</em>.&#8220;  <em> </em>   </span></div>
</li>
</ul>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Auf die Frage, was für ein Spiel er seinem Kind zu Weihnachten schenken würde, antworte Pias so in einem </span><a href="http://www.dichtung-digital.org/2002/01-30-Pias.htm" target="_blank"><span style="color:#808080;">Interview</span></a><span style="color:#000000;">:</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">&#8222;Selbst bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften und ihren Empfehlungen für &#8222;hochwertige Software&#8220; finden Sie keine geeigneten Kriterien, um im Spiel selbst (und nicht seinem Interface) irgendwelche pädagogischen Entscheidungen treffen zu können. Feinmotorik, Reaktionsvermögen, Konzentration, Problemlösen, logisches Denken, Motivation und Einübung des Umgangs mit Computern &#8211; all diese Fähigkeiten, die dort als pädagogisch wertvoll aufgelistet sind, kann man auch an den &#8222;bösesten&#8220; Interfaces herausbilden. Die Frage, was man seinen Kindern reinen Herzens schenken kann, geht also eher dahin, ob man schnell reagierende Kinder trainieren möchte oder solche die sich auch durch komplizierteste Verwaltungsakte nicht aus der Ruhe bringen lassen werden.&#8220;</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Und auf die Frage, ob eine Favorisierung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Interfacedesign" target="_blank"><span style="color:#808080;">Interface</span></a>- und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Interaction_Design" target="_blank"><span style="color:#808080;">Interaktionsdesign</span></a>s nicht auf eine ästhetische Bewertung des Ethischen hinauslaufe, bemerkte er nach einem kurzen, sehr klugen Exkurs zu </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Baudrillard#cite_note-5" target="_blank"><span style="color:#808080;">Jean Baudrillards </span></a><span style="color:#000000;">Simulationstheorie:</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">&#8222;Historisch sollte man nicht vergessen, daß gerade die Simulationsspiele direkt aus dem &#8222;operations research&#8220; und der mathematischen Spieltheorie kommen und bloß von deren realweltlichen Folgen abgekoppelt wurden. Das sind Theorien, denen der Gegenstand ihrer Optimierungen erst einmal gleichgültig ist und die kühl von &#8222;Menschenmaterial&#8220; sprechen können oder rücksichtslosen Egoismus voraussetzen. In diesem Sinne ist auch Verwaltung neutral gegen das Verwaltete, das sie in Form abrechenbarer Einheiten selbst erst erzeugt. (&#8230;) Systematisch ist es daher keinesfalls unpolitisch oder bloß ästhetisch zu fragen, welche Handlungs- oder Subversionsoptionen ein System bereithält, welche Aussagen es ermöglicht und verunmöglicht usw. (&#8230;) Produktiv irritiert hat mich zuletzt auch der Satz eines Technikhistorikers, der mir nach einem Vortrag über den Pflichtbegriff in Computerspielen sagte, daß man auf diesem Weg nahtlos an Hannah Ahrends Analyse des Faschismus anschließen könnte. Vielleicht ist also die Frage nach einem Repräsentationszusammenhang zwischen &#8222;Spiel&#8220; und &#8222;Wirklichkeit&#8220; gar nicht die entscheidende.&#8220;</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Mein Vater, so viel se<img class="alignleft" title="Tesa - für 1000 und einen Zweck. Bildzitat von: dirk-schindelbeck.de" src="http://dirk-schindelbeck.de/wp-content/uploads/2009/06/schindelbeck_tesa-tute_1959.jpg" alt="" width="173" height="248" />i hier vermerkt, hat im Laufe seines Lebens, das er als staatenloser Flüchtling in der Schweiz beendete, zwei menschenverachtende Verwaltungs-apparate überlebt. Und auch wenn er mir zu Trainingszwecken das Entsetzen nicht ersparte, die Welt am Computer ein ums andere Mal gerade wegen meiner mangelnden Reaktionsfähigkeit untergehen zu sehen, gehörte sein altes Physiker-Herz neben den Computerspielen auch noch einer anderen Erfindung: Der Tesafilmrolle, mit der er all die zerbrochene Materie des Alltags zu reparieren vermochte. Mit Tesa, davon war ich als Kind überzeugt, würde er eines Tages, wenn es wirklich nötig werden würde, die ganze Welt zusammenhalten können.  </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bo4bo.wordpress.com/171/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bo4bo.wordpress.com/171/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bo4bo.wordpress.com/171/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bo4bo.wordpress.com/171/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bo4bo.wordpress.com/171/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bo4bo.wordpress.com/171/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bo4bo.wordpress.com/171/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bo4bo.wordpress.com/171/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bo4bo.wordpress.com/171/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bo4bo.wordpress.com/171/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bo4bo.wordpress.com/171/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bo4bo.wordpress.com/171/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bo4bo.wordpress.com/171/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bo4bo.wordpress.com/171/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=171&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Tesa - für 1000 und einen Zweck. Bildzitat von: dirk-schindelbeck.de</media:title>
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		<title>Nicht-Schreiben-Können 2.0</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 11:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[IKT]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Litertur im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[nicht-schreiben-können 2.o]]></category>

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		<description><![CDATA[Allmählich ebbt die im Umfeld der re:publica 2010 entstandene Debatte über den Stellenwert des literarischen Schreibens und der Literatur im Netz ab. Auch ihre Halbwertszeit scheint gekommen, so wie auch die vor zwei Jahren im Bereich der Filmkritik geführte Online-/Printmedien-Diskussion irgendwann abflaute. Über Tage war allerdings viel von Thomas Hettches in der FAZ veröffentlichtem Artikel, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=161&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Allmählich ebbt die im Umfeld der</span><a href="http://re-publica.de/10/" target="_blank"><span style="color:#808080;"> re:publica 2010 </span></a><span style="color:#000000;">entstandene Debatte über den Stellenwert des literarischen Schreibens und der Literatur im Netz ab. Auch <em>ihre</em> Halbwertszeit scheint gekommen, so wie auch die vor zwei Jahren im Bereich der </span><a href="http://www.cargo-film.de/artikel/anlass-zur-kritik-schreiben-ueber-film-im-netz/" target="_blank"><span style="color:#808080;">Filmkritik</span></a><span style="color:#000000;"> geführte Online-/Printmedien-Diskussion irgendwann abflaute.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Über Tage war allerdings viel von Thomas Hettches in der FAZ veröffentlichtem </span><a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EDD595856D9D949B7B77F31141BDA1376~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank"><span style="color:#808080;">Artikel</span></a><span style="color:#000000;">, mit dem die Debatte ihren Anfang nahm, und Alban Nicolai Herbsts im Freitag publizierte </span><a href="http://www.freitag.de/kultur/1015-ein-rgerliches-schisma" target="_blank"><span style="color:#808080;">Gegenstellungnahme</span></a><span style="color:#000000;"> zu lesen. Beide Texte wurden gerade in Blogs </span><a href="http://www.zintzen.org/2010/04/16/dokumentation-goetz-und-herbst-vs-hettche-netzilteratur-kontrovers/" target="_blank"><span style="color:#808080;">zitiert, kommentiert</span></a><span style="color:#000000;"> und mal zustimmend, mal ablehnend </span><a href="http://turmsegler.net/20100418/ein-bibliophiler-schatz/" target="_blank"><span style="color:#000000;"><span style="color:#808080;">weiter-, aber auch neugeschrieben und -g</span><span style="color:#808080;">efaßt</span></span></a><span style="color:#000000;">. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Dabei bestritt Hettche in seinem Artikel keineswegs per se die Möglichkeit literarischen Schreibens im Netz. -Zwei printmedien-gedruckte Beispiele dafür sind nicht zuletzt Hettches eigenes Buch </span><a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=3806&amp;ausgabe=200107" target="_blank"><em><span style="color:#808080;">Null</span></em></a><span style="color:#000000;"><em> </em>oder<em> </em>der vom turmsegler-Blogger und <em>Leinwand</em>-Autor Benjamin Stein herausgegebene Band <em><a href="http://turmsegler.net/img/spatien5.jpg" target="_blank"><span style="color:#808080;">Literarische Weblogs</span></a></em>. &#8211; Vielmehr hinterfragte Hettche  im Nachdenken über &#8216;das (Nicht-)Wesen&#8217; der Literatur dessen Bedeutung. (Wobei er freilich selbst nicht nur pointiert-polemische Fragen, sondern auch einige solcher Antworten parat hatte).</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Gerade angesichts dieses meines selbstgewählten-Pflicht-Ikt-Lernblogs (s. meinen Artikel: <em><a href="http://bo4bo.wordpress.com/tag/portfolio-2/" target="_blank"><span style="color:#808080;">Das Portfolio und mein unternehmisches Selbst</span></a></em>), der in vorgegebenen Taktungen zu verfassen und zu publizieren ist,  würde ich aber tatsächlich gern nach der Möglichkeit des Nicht-Schreiben-Könnens im Netz fragen. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Denn dass das Netz den einen als der postmoderne ubiquitäre Nicht-Ort des Schreibens erscheint, ist das eine. Das andere aber, welche Rolle denn das Nicht-Schreiben im (Selbst-)Verständnis des Web 2.0 inne hat, sollen doch in ihm aus den früheren Netz-&#8217;Konsumenten&#8217; immer schon die &#8216;Prosumenten&#8217; geworden sein. (Zu diesem Begriff und seinem Hintergrund des Optimierungsversuchs der &#8222;herkömmlichen Wertschöpfungskette&#8220; im &#8222;Übergang zur industriellen Massenproduktion&#8220; s. Axel Bruns Artikel <em><a href="http://snurb.info/files/Vom%20Prosumenten%20zum%20Produtzer%20(final).pdf" target="_blank"><span style="color:#808080;">Vom Prosument zum Produtzer</span></a></em>).  </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Was das literarische Nicht-Schreiben-Können betrifft, führte der schweizerische Schriftsteller </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Bichsel" target="_blank"><span style="color:#808080;">Peter Bichsel</span></a><span style="color:#000000;"><span style="color:#808080;"> </span>in seinem <em><a href="http://www.nzz.ch/2002/02/27/fe/article7ZRK1.html" target="_blank"><span style="color:#999999;">Abschiedsbrief</span></a> </em>anläßlich des viel zu frühen Todes der atemberaubend virtuosen Autorin </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aglaja_Veteranyi" target="_blank"><span style="color:#808080;">Aglaja Verteranyi</span></a><span style="color:#000000;"> jedenfalls aus, dass das Schreiben </span><span style="color:#000000;">gerade &#8222;mit dem Nicht-Schreiben-Können &#8211; auf der Su<img class="alignright" src="http://www.reiner-ruthenbeck.de/Papierarbeiten/weipaph1.jpg" alt="" width="273" height="167" />che nach dem Irgendetwas&#8220; zu tun habe.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Ich würde jedenfalls auch als IKT-Studentin gerne mehr im Netz suchen und nicht-schreiben-können können. Und mehr Zeit haben für dieses Nicht-Schreiben, das auch offline weitersucht. Was gleichermaßen für das Lernen gilt. Auch das wird ja entgegen eines weitverbreiteten Missverständnisses nicht per se im Produzieren kreativ.     </span></p>
<p><span style="color:#000000;"> </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bo4bo.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bo4bo.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bo4bo.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bo4bo.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bo4bo.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bo4bo.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bo4bo.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bo4bo.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bo4bo.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bo4bo.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bo4bo.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bo4bo.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bo4bo.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bo4bo.wordpress.com/161/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=161&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Vom Netz zur Wolke</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 08:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Wolke]]></category>
		<category><![CDATA[Cloud Computing]]></category>

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		<description><![CDATA[In seinem Aufsatz Ein absoluter Begriff: Zur Genealogie und Karriere des Netzwerkbegriffs   geht der Medien- und Kulturwissenschafter Erhard Schüttpelz der historischen makrotechnologischen, mikrosoziologischen und theoretischen Verflechtung des Netzwerkbegriffes nach und zeigt auf, wie er, vom Objekt- in einen Subjektstatus erhoben, zu einem der wirkmächtigsten &#8222;absoluten Begriffe&#8220; unserer Zeit wurde, der gleichermaßen Gesellschafts- und Welttheorie (z.B. Akteur-Network-Theorie) wie auch alltägliche An- und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=122&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">In seinem Aufsatz </span><a href="http://www.netzeundnetzwerke.de/files/schuettpelz_absoluter_begriff_netzwerk.pdf" target="_blank"><span style="color:#000000;"><em><span style="color:#808080;">Ein absoluter Begriff: Zur Genealogie und Karriere des Netzwerkbegriffs </span></em> </span></a><span style="color:#000000;"> geht der Medien- und Kulturwissenschafter Erhard Schüttpelz der historischen makrotechnologischen, mikrosoziologischen und theoretischen Verflechtung des Netzwerkbegriffes nach und zeigt auf, wie er, vom Objekt- in einen Subjektstatus erhoben, zu einem der wirkmächtigsten &#8222;absoluten Begriffe&#8220; unserer Zeit wurde, der gleichermaßen Gesellschafts- und Welttheorie (z.B. </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akteur-Netzwerk-Theorie" target="_blank"><span style="color:#808080;">Akteur-Network-Theorie</span></a><span style="color:#000000;">) wie auch alltägliche An- und Aussprüche (&#8222;ich bin im Netz&#8220;) in größter Absolutheit zum Anschrieb bringt. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Dabei hebt Schüttpelz hervor, dass der Sieg des absoluten Begriffs &#8222;Netzwerk&#8220; einhergeht mit einer zunehmenden Blindheit seiner eigenen (brisanten) Herkunft gegenüber:</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Die betreffende Blindheit läßt sich insbesondere in der Vorstellung vom All des Alles zusammenfassen: &#8222;alles ist mit allem vernetzt&#8220;. Der Punkt aller Netzwerkforschungen des 20. Jahrhunderts bestand darin, dass niemals &#8222;alles mit allem&#8220; vernetzt war, dass es ausschließlich um um Beziehungen der Hierarchie und der Exklusivität ging (&#8230;). Nicht das Netz selbst, aber eine bestimmte Vorstellung vom Netz &#8211; in den drei dominanten Gebrauchsweisen: topologisches Netz, Mythos vom Internet, institutionalisiertes &#8222;networking&#8220; &#8211; scheint den früheren Fokus aller Netzwerkforschungen: Hierarchie und Exklusivität zu überblenden &#8211; als ginge es im &#8222;Netzwerk&#8220; nur noch um eine prinzipiell unbegrenzte und möglichst symmetrische Kraft der Integration. (Schüttpelz 2007, S. 17)</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Dass der Begriff des &#8222;Netzwerks&#8220; diese zeitweilige Über-/Blendung aber dennoch überstehen wird, liegt nach Schüttpelz gerade in dem, woraus er sich speist: aus seiner </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metapher" target="_blank"><span style="color:#808080;">Metapher</span></a><span style="color:#000000;">. Die Wahrheit über das Netzwerk bleibe nämlich das Artefakt &#8222;Netz&#8220; und dessen Geschichte, wozu Schüttpelz ausführt:                                            </span></p>
<blockquote>
<ol>
<li style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Netze  sind keine menschlichen Erfindungen (Menschliche Netze bleiben Artefakte, die vermutlich zuerst tierischen Netzen abgeschaut wurden).</span></li>
<li style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Ein Netz ist eine Form der Falle, genauer: eine Serie von Kulturtechniken, aus den Techniken des Fallenstellens.</span></li>
<li style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Der Ausgang des Wortes, seiner Metapher und seines Begriffs bleibt &#8222;Beutemachen&#8220; einerseits, und &#8222;Macht&#8220; über das, was sich im Netz verfangen soll, andererseits.  </span></li>
<li style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Alle menschlichen und soziotechnischen Netze und ihre Praktiker bleiben auf &#8222;Beutezug&#8220; (auch und gerade &#8222;im Netz&#8220;).</span></li>
<li style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">(&#8230;)</span></li>
<li style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Eine Netzwerktheorie ist meist ein Netz, das andere Netze fangen soll &#8211; oder die Beute anderer Netze dazu. Netzwerktheoretiker sind Fallensteller von Fallensteller. (&#8230;.) (ebenda).</span></li>
</ol>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Folgt man aber dieser von Schüttpelz für den Begriff des Netzswerkes  aufgemachten Logik, drängen sich einem eine Vielzahl von Fragen an einen weiteren, zunehmend wirkmächtigen Begriff auf, der womöglich denjenigen des Netzes eines Tages ersetzen wird: Denjenigen der &#8222;Wolke&#8220; nämlich. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Denn so, wie Schüttpelz 2007 davon ausging, dass zukünftige Erforscher der Zeit von 1990 bis 2010 feststellen werden, dass wir vom Begriff des &#8222;Netzwerks&#8220; besessen waren, scheint nun die Zeit der Wolke gekommen zu sein, jenes ebenfalls nicht genuin menschlichen Unschärfephänomens, in dem wir uns neuerdings aufhalten, wenn wir &#8216;in der Wolke&#8217;  </span><a href="http://microinformation.wordpress.com/2010/02/23/cloudwriting-schreiben-in-der-wolke/" target="_blank"><span style="color:#808080;">schreiben</span></a><span style="color:#000000;">, <span style="color:#808080;"> </span></span><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/buecher_in_der_wolke_1.3331712.html" target="_blank"><span style="color:#808080;">Bücher lesen</span></a><span style="color:#000000;"><span style="color:#808080;"> </span>und vor allem: &#8222;rechnen&#8220;:  </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Im Gegensatz zum </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grid_Computing" target="_blank"><span style="color:#808080;">Grid-Computing</span></a><span style="color:#993300;"><span style="color:#000000;">, das schon seiner eigenen Methapher nach dem &#8222;Netz&#8220; und &#8222;Gitter&#8220; verpflichtet bleibt, geht es nach Wikipedia beim </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing#Arten_von_Clouds" target="_blank"><span style="color:#808080;">Cloud-Copmputing  </span></a><span style="color:#000000;"><span style="color:#808080;"> </span><img class="alignright" title="Einige Anbieter von Cloud Computing nach Wikipedia" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b5/Cloud_computing.svg/300px-Cloud_computing.svg.png" alt="" width="270" height="187" />gerade nicht um die steuerungslose gemeinschaftliche Nutzung gemeinsamer Ressourcen, sondern darum, die Dienstleistung eines zentralen Anbieters on demand &#8216;im Netz&#8217; zu nutzen. Die Anwendungen und Daten befinden sich dabei nicht mehr auf dem haus- oder firmeneigenen Rechner, sondern in der metaphorischen &#8222;Wolke&#8220; des Internets. </span></span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">So wie der Sieg des absoluten Begriffs des &#8222;Netzwerks&#8220; aber nach Schüttpelz zu einer Blindheit und Überblendung seines eigenen Ursprungs führte, verleugnet der Begriff der &#8222;Wolke&#8220; in diesem Fall seine eigene Herkunft des steuerungslosen und eben <em>nicht</em> zentralen Unschärfephänomens. Nicht zuletzt im Zuge der diversen Schwarmtheorien (s. hierfür z.B. den von Eva Horn und Lucas Gisi herausgegebenen Sammelband <em><a href="http://www.transcript-verlag.de/ts1133/ts1133.php" target="_blank"><span style="color:#808080;">Schwärme</span></a></em>) wurde die Wolke aber gerade für avancierte Kollektiv- und Steuerungsforschung  immer interessanter. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Konfrontiert uns die Wolke auf der einen Seite mit den Darstellungsschwierigkeiten der Unschärfe, wird auf der anderen Seite im Cloud Computing - und damit gerade im Modus der Dienstleistung &#8211; Identität (der Anbieter, Inhalte, aber gegebenenfalls auch der Nutzer) neu ge- und erfaßt - und zwar gerade im Zug einer (ausgelagerten)Zentralisierung. </span></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;">Über den Konnex von &#8222;Identität&#8220; als Prozess und dem Phänomen der &#8222;Wolken&#8220; machte der Medien- und Kulturwissenschaftler Joseph Vogl aber folgende Stellungnahme:  </span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://bo4bo.wordpress.com/2010/04/27/vom-netz-zur-wolke/"><img src="http://img.youtube.com/vi/Qq-UuGdXV60/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bo4bo.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bo4bo.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bo4bo.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bo4bo.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bo4bo.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bo4bo.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bo4bo.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bo4bo.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bo4bo.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bo4bo.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bo4bo.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bo4bo.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bo4bo.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bo4bo.wordpress.com/122/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=122&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Einige Anbieter von Cloud Computing nach Wikipedia</media:title>
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		<title>Das E-Portfolio und mein unternehmerisches Selbst</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 10:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bo4bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das unternehmerische Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[IKT]]></category>
		<category><![CDATA[learning 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Portfolio]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung versus Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[neoliberale ratio]]></category>
		<category><![CDATA[portfolio]]></category>
		<category><![CDATA[unternehmerisches Selbst]]></category>

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		<description><![CDATA[E-Portfolios lohnen sich. Ganze 25 Punkte - und damit mehr als für alle anderen möglichen Leistungsnachweise &#8211; sind in unserem IKT-Seminar für das Erstellen und Präsentieren eines solches vorgesehen. Wer von uns PH-Studenten also mit Punkten rechnen kann, will und/oder muss, sollte sich tunlichst für das E-Portfolio entscheiden. Warum auch nicht? Schon unsere Praktika haben wir mit einem Portfolio (in Papier- oder Digitalform) [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bo4bo.wordpress.com&amp;blog=12569225&amp;post=108&amp;subd=bo4bo&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/E-Portfolio" target="_blank"><span style="color:#333300;">E-Portfolios </span></a>lohnen sich. Ganze 25 Punkte - und damit mehr als für alle anderen möglichen Leistungsnachweise &#8211; sind in unserem IKT-Seminar für das Erstellen und Präsentieren eines solches vorgesehen. Wer von uns PH-Studenten also mit Punkten rechnen kann, will und/oder muss, sollte sich tunlichst für das E-Portfolio entscheiden. Warum auch nicht? Schon unsere Praktika haben wir mit einem Portfolio (in Papier- oder Digitalform) zu dokumentieren. Wird uns für diese Portfolios Landwehrs 12seitiger Text &#8222;Das Portfolio &#8211; Ein Instrument zur individualisierten Steuerung und Beurteilung des Selbst-Studiums&#8220; ans Herz gelegt, sollen wir uns im Rahmen des IKT-Seminars in das Thema &#8222;E-Portfolio, ein Entwicklungsinstrument für selbstbestimmtes Lernen&#8220; einlesen. (So auf der ausgeteilten Übersicht der verschiedenen Leistungsnachweise zu finden.)</p>
<p style="text-align:justify;">Ohne das (in einem IKT-Seminar natürlich an erster Stelle genannte) &#8222;E&#8220; lautete so aber Thomas Häckers 2007 <img class="alignright" title="Thomas Häcker, Portfolio, Ein Entwicklungsinstrument für selbstbestimmtes Lernen" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41nroytdy0L._SL500_SS90_.jpg" alt="" width="90" height="90" />publizierte Habilitationsschrift, in welcher gleich auf der ersten Seite folgendes steht:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>&#8222; </strong>Angesichts der Zielstellung der Portfolioarbeit, die Selbststeuerung im Lernen zu fördern, ist zu fragen, ob bzw. in wie weit sie Teil eines neoliberalen Programmes in der Pädagogik ist, das unter der Etikette der Stärkung der Eigenverantwortung die Rückdelegation der Verantwortung für Erfolg und Misserfolg an die Lernenden betreibt.<strong>&#8220; </strong>(Thomas Häcker, Portfolio, ein Entwicklungsinstrument für selbstbestimmtes Lernen, Schneider, Hohengehren 2007).</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Was Häcker damit meint, legte er auch in einem im Januar 2009 an der Universität Hamburg gehaltenen Vortrag aufs deutlichste dar, der<span style="color:#333300;"> </span><a title="Thomas Häcker: Entwicklungsportfolios - Bedrohung oder Mehrwert für angehende Lehrer" href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/epush/2009/02/05/vortrag-von-prof-dr-hacker/" target="_blank"><span style="color:#333300;">hier</span></a> zu verfolgen ist. </p>
<p style="text-align:justify;">Zum einen hebt Häcker hervor, dass Portfolioarbeit sich meist die<span style="color:#003300;"> </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstgesteuertes_Lernen" target="_blank"><span style="color:#003300;">Selbststeuerung</span></a>, nicht aber die noch von Klafki so hochgehaltene Selbstbestimmung auf die Fahnen schreibt. Eine einseitige Betonung der Selbststeuerung im Lernen &#8211; wenn sie zu Lasten der Möglichkeit der Selbstbestimmung geht - trägt aber seiner Meinung nach zu einem Verlust von Lernsinn bei. Damit verschärften sich aber gerade die motivationalen Probleme des institutionellen Lernens, zu deren Lösung das Portfiloarbeiten doch beitragen solle. </p>
<p style="text-align:justify;">Zum anderen geht er aber, in Anlehung an <a href="http://www.eurozine.com/articles/2002-10-02-broeckling-de.html" target="_blank"><span style="color:#333300;">Ulrich Bröcklings </span></a>2007 publizierte Arbeit<em> Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform</em> (Frankfurt 2007), auf den immer lauter werdenden Vorwurf ein, dass es sich bei der Portfolioarbeit um ein Phänomen der &#8222;Ratio neoliberalen &#8220;Regierens&#8220;" handeln könnte.</p>
<p>Bereits<span style="color:#333300;"> </span><a title="Ludwig Pongratz, Konstruktivismus als Zauberkunststück" href="http://books.google.de/books?hl=de&amp;id=pkjr_MakXTcC&amp;dq=Kritik+der+P%C3%A4dagogik+%E2%80%93+P%C3%A4dagogik+der+Kritik,&amp;printsec=frontcover&amp;source=web&amp;ots=SJfhzIgBVM&amp;sig=JAkPkZCwFl8BtbWBeuUU7fpsXv0&amp;ei=IdGRSeDdA8-J_gaPttyqDA&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;resnum=1&amp;ct=result#v=onepage&amp;q&amp;f=false" target="_blank"><span style="color:#333300;">Ludwig Pongratz führte 2004 </span></a>aus:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>&#8222;</strong>Hinter dem autopoietischen, selbstorganisierten Lernsystem taucht ein Sozialtypus auf, dessen vorgebliche Autonomie auf vielfältigen verinnerlichten Disziplinarprozeduren aufruht. Sie erst machen ihn fähig zur Einhaltung selbstgesetzter Normen, zur Methodisierung des Umgangs mit sich selbst und zu planmäßigem Handeln, zur Selbsterforschung und zum selbstbewussten Umgang mit den eigenen Affekten. [...] Unter dieser neuen Freiheit, die keine Freiheit ist, werden diejenigen begraben, die abgehängt werden von dem bürgerlichen Ethos, eigene Absichten zu verfolgen, statt fremde auszuführen, diejenigen, die nicht oder nicht jetzt das Bedürfnis nach Selbststeuerung in sich entdecken, die es nicht hinbekommen, geforderte Motivationsleistungen zu erbringen, die aus dem Zirkel von Abgrenzung, Abhängigkeit und Lernverweigerung nicht herausfinden, die sich passiv verhalten oder einfach mit Orientierungslosigkeit reagieren. Vermutlich werden diejenigen, die mit geringerem ,kulturellem Kapital’ ausgestattet sind, dieser Selektion am ehesten zum Opfer fallen. Im Windschatten der neoliberalen Rhetorik von Selbstorganisation und Selbstentfaltung wartet eine immer rücksichtslosere Zweiteilung der Gesellschaft.&#8220; (Ludwig Pongratz, Konstruktivistische Pädagogik als Zauberkunststück: Vom Verschwinden und Wiederauftauchen des Allgemeinen, in: ders. u.a., Kritik der Pädagogik, Pädagogik  als Kritik, Opladen 2004, S. 108 &#8211; 133, Zitat auf S. 130.) </p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Nicht zuletzt angesichts der auch an der PH ständig an uns herangetragenen Aufforderung zur offengelegten Selbstreflexion und -darstellung, des Kreativitätsappels, der weniger vom (selbst historisch verortbaren) Gedanken der &#8222;Originalität&#8220; oder gar der &#8222;Genialität&#8220;, sondern vielmehr von dem des optimierbaren Durchschnitts der selbstgesteuerten  Individual-Abweichung getragen wird, läßt sich mit Stephan Münte-Goussar festhalten: &#8222;Herrschaft verschwindet im Postulat der Selbstbeherrschung.&#8220; (Münte-Goussar 2008, S. 53.)</p>
<p style="text-align:justify;"> Ger<img class="alignleft" src="http://www.video2brain.com/de/images_dynam/product/thumbs/doppelte_Buchfuehrung_onlin.jpg" alt="" width="118" height="175" />ade bei der wohlgemerkt selbst zu treffenden Entscheidung, ob ich nun als IKT-Leistungsnachweis das E-Portfolio wähle oder nicht, spüre ich freilich selbst die Wirkmacht des unternehmerischen Kalküls meiner selbst.   </p>
<blockquote><p> </p></blockquote>
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